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27.06.2013 16:55

Fachkräftemangel in der Agro-Foodbranche

Trotz einem angespannten Arbeitsmarkt bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachleuten in der Agro-Food-Branche hoch. Die Ergebnisse der so eben publizierten Arbeitsmarktsstudie beruhen auf den Angaben von 151 Arbeitgebern der Agro-Food-Branche - die fenaco-LANDI Gruppe als grösster Arbeitgeber im ländlichen Raum war dabei.
  • HAFL-Dozent Robert Lehmann stellte die Arbeitsmarktstudie vor.
  • Wichtig sei die Studie auch für den Berufsverband der Agronomen ETH, des SVIAL's, erklärte SVIAL-Geschäftsführer Michel Roux.
  • frigemo-Geschäftsleitungsmitglied Urs Vollmer (l.) schätzt die Lebensmitteltechnologen der HES-SO Sion, die durch ihre Ausbildung auch sehr gute Sprachkenntnisse mitbringen. (r. Urban Frey, Leiter des Studiengangs, HES-SO).

Am meisten Agronomen und Lebensmitteltechnologen sind in der Lebensmittelproduktion, in der Bildung und Beratung, in der Landwirtschaft, in Verbänden und Organisiationen tätig. Diese Branchen haben denn auch Rekrutierungsschwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Berufsfachleuten. Umgekehrt profitieren die Studienabgänger von einem überdurchschnittlich raschen Berufseinstieg und einer tiefen Arbeitslosenquote. Gemäss den Hochschulverantwortlichen sollte dank den hohen Ausbildungsleistungen der Fachhochschulen und erhöhten Studieneintritten an der ETH mit dem künftigen Bedarf nach Agronomen aber Schritt gehalten werden. 

Die Studie zeigte, dass die Unternehmen der Agro-Food-Branche grossmehrheitlich zufrieden, gar sehr zufrieden, mit den Absolventen der Schweizer Hochschulen sind. Dennoch hat sie auch gezeigt, welche Fähigkeiten die Hochschulen aus Sicht der Unternehmen noch stärker ausbilden sollten. Willkommen sind zudem Firmen, die ein gutes Berufspraktikum für Studierende anbieten und kleinere Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit den Hochschulen durchführen. Urs Vollmer, Geschäftsleitungsmitglied der frigemo, kommentierte aus fenaco-Sicht die Studie. Seit über 20 Jahren auch für Ausbildungspraktiken verantwortlich, betonte Vollmer die grosse Bedeutung von Ausbildungspraktiken. «Erst in einem Unternehmen spürt man, wie ein Lebensmittel produzierender Betrieb tickt», sagte er. Bestes sind ihm als Lebensmittelingenieur die eigenen, während des Studiums absolvierten, Praktiken in Erinnerung. Die Impulse, die er daraus erhalten habe, seien ihm im Berufsleben immer noch präsent und wertvoll, sagte Vollmer.

Die Studie wurde vom Berufsverband SVIAL, der Alumnivereinigung ALIS, der HES-SO Sion, der ZHAW Wädenswil, der HAFL Zollikofen, der Gesellschaft für Lebensmittelwissenschaft SGLWT und der ETH Zürich in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde sie vom Forschungsinstitut BASS.

  • Autor
  • Daniela Clemenz [dc]
    Redaktorin
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