In den vergangenen 10 Jahren wurden im Kanton Zürich im Schnitt rund 650 Wildschweine erlegt. Fast 90 Prozent des Abgangs bestanden aus Jungtieren, etwa 10 Prozent waren ältere Tiere, wie es in der Antwort des Regierungsrates weiter heisst. Um die Wildschäden möglichst tief zu halten, werde während der Vegetationsperiode der Jagddruck in den landwirtschaftlichen Kulturen "sehr hoch gehalten" und im Wald gänzlich eingestellt, schreibt die Regierung. Im Winterhalbjahr werde dagegen die Jagd in den Wald verlegt.
Eingeführt wurden zudem zahlreiche Sondermassnahmen. So wurde die Schonzeit verkürzt, der Schutz der Frischlinge aufgehoben und auf dem gesamten Kantonsgebiet wurde die Nachtjagd mit künstlichen Lichtquellen zugelassen. In Landwirtschaftlichen Kulturen dürfen überdies bereits ab 1. August "wildsauenscharfe Hunde" eingesetzt werden.
Der Gesamtbestand an Wildschweinen in den einzelnen Regionen sei eng verknüpft mit den Lebensbedingungen. Die Ermittlung des Bestandes sei überdies schwierig, da die Tiere sehr scheu und deshalb schlecht zu zählen seien. Experten gehen von einem Grundbestand von 500 bis 600 Wildsauen aus.
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