Doch es gibt gewichtige Argumente, die gegen einen solchen Grenzschutzabbau im Agrarbereich sprechen. Laut Heidi Bravo gehört die Schweiz zu den Ländern, die pro Person wertmässig am meisten Lebensmittel importieren. Ganze 600Fr. pro Einwohner sind es. Dagegen führt die EU nur für 65Fr. und die USA nur für 9Fr. Lebensmittel ein. Mit dem Bevölkerungswachstum und dem Klimawandel gewinnt die Versorgungssicherheit neu an Bedeutung. «Deshalb setzt sich der SBV für eine produzierende Landwirtschaft ein», so Heidi Bravo.
Ansätze, wie die Landwirtschaft noch produzierender werden könnte als sie bereits ist, zeigten Urs Zimmermann, Landwirt und landwirtschaftlicher Berater, und Joel Meier Leiter Produkteentwicklung der Syngenta Agro AG in ihren Referaten auf. Auf seinem Landwirtschaftsbetrieb testet Urs Zimmermann den Anbau von Gründüngungen im Direktsaatsystem. Gründüngungen verringern den Stickstoffverlust, reduzieren die Erosion und bringen Nährstoffe und organische Substanz in den Boden. Urs Zimmermann plädiert dafür, verschiedene Gründüngungsarten miteinander als Mischung anzusäen. Dies gebe mehr Sicherheit, dass genügend Pflanzen auflaufen, gewährleiste eine vielfältigere Durchwurzelung und eine bessere Bodenbedeckung. Die Gründüngung tötet Urs Zimmermann mit Glyphosat ab und sät dann die Folgekultur direkt in die noch langen Pflanzen. Dass es mit der Direktsaat neben Vorteilen wie einer höheren Tragfähigkeit des Bodens, mehr Bodenaktivität (Regenwürmer) und weniger Maschinendurchfahrten auch einige Schwierigkeiten gibt, verschweigt Urs Zimmermann nicht. Schnecken, Mäuse oder auch Mykotoxine im Getreide können Probleme bereiten. Aber wer sich mit dem System befasst, findet meist eine Lösung, so Zimmermann.
Wie wichtig es ist, Mykotoxine im Getreide zu vermeiden, betonte ein Sammelstellen-Vertreter. Denn ab 1.25 mg DON/kg Rohgetreide darf ein Posten nicht in den Verkehr für die menschliche Ernährung kommen. Da es in der Schweiz aktuell zu viel Weizen der Klassen Top und 1 hat, sollten Getreidebauern künftig vermehrt auf Futtergetreide setzen, damit eine optimale Wertschöpfung aus dem Getreidebau resultieren kann.
Zu guter Letzt präsentierte Joel Meier die Pflanzenschutz-Lösungen von Syngenta. Neu im Sortiment führt das Schweizer Unternehmen das Kartoffelbeizmittel «Maxim 100 FS», das nicht nur gegen Rhizoctonia, sondern auch gegen Silberschorf wirkt. Dann gab es einige neue Bewilligungen. «Amistar Xtra» darf jetzt gegen Cercospora, Ramularia, Echten Mehltau und Rost in Zuckerrüben zum Einsatz kommen. Und gegen Alternaria in Kartoffeln beziehungsweise gegen Echten Mehltau und Krätze in Zucchettis ist neu «Slick» bewilligt. Auch im Früchte- und Gemüsebereich verfügt Syngenta über ein umfassendes Angebot, das per 2010 ebenfalls erweitert wurde.
In Schaffhausen (21. Januar, GVS-Areal) und in Hohentannen (22. Januar, Hirscheschür) führt Syngenta in nächster Zeit weitere Agroinfo-Tagungen durch, allerdings teils mit anderen Referaten.
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Ich, als Profi-Bauer, vertraue der LANDI. Die Ratschläge des dortigen Pflanzenbauspezialisten Toni Rogenmoser bewähren sich.

















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