Wo Holz zerkleinert wird, sind meistens auch Kreissägen gefragt. Das Angebot in diesem Bereich reicht von Tisch- über Wipp- bis hin zu kombinierten Tisch-Wipp-Sägen, die mit Elektro-, Benzinmotor oder via Zapfwelle des Traktors betrieben werden können. Waren früher diese Kreissägen ein Schrecken für jedes Trommelfell, reduzieren heute spezielle Sägeblätter («Widia») diese Geräuschemissionen markant.
Für den Profi gedacht sind die Hochleistungssägen «Cutmaster» und «Autocut» (mit automatischem Holzvorschub), die in Kombination mit einem hydraulisch angetriebenen, höhenverstellbaren Förderband auch gleich den Abtransport des Stückguts bewerkstelligen. Generell ist das Handling von Stückholz wohl jener Punkt, der noch am wenigsten effizient ist. Mit dem «Packfix» – ursprünglich eine Schweizer Erfindung – hält nun Posch eine praktische Lösung bereit. Mit dem Förderband wird eine auf einer Palette stationierte Trommel mit Scheitern gefüllt. Sobald diese Trommel voll ist, umwickelt ein seitlich angebrachter Rotationsarm von unten beginnend die Trommel mit einem Netz. Gleichzeitig wird die Trommel nach oben gezogen, so dass am Ende des Vorgangs ein manövrierfähiger und stapelbarer «Holzpack» entsteht.
Drei Arbeitsschritte – schneiden, spalten und verladen – mit einem Gerät: Dies ist das Markenzeichen der Schneidspalt-Maschinen. Posch hat gerade in den vergangenen fünf Jahren in diesem Segment zu gelegt und neue Maschinen entwickelt. Erst kürzlich kamen mit den Modellen «Spaltfix S-350» und «Spaltfix K 540» Neuheiten auf den Markt. Diese Geräte sind mit Querförderer und hydraulischem Einzugsband ausgerüstet, welche die Stämme bis 55cm Durchmesser ans Messer liefern, wo sie in kleine handliche Stämme zersägt werden. Von da geht es weiter zum Spalten (je nach Ausführung bis zu 18 Holzscheite) und am Ende wird das Holz über ein Förderband abtransportiert.
Künftige Herausforderungen sieht Firmenchef Johann Tinnacher in der Akquisition neuer Absatzmärkte, wobei insbesondere Osteuropa diesbezüglich noch Potenzial bietet. Dann geht es darum, die Maschinen weiter zu perfektionieren. «Obwohl das Meterholz auch künftig eine wichtige Rolle spielen wird, sehen wir einen Trend zu Schneidspalt-Maschinen, die in einem Arbeitsgang Stämme zu Stückholz beliebiger Länge verarbeiten können», betont Tinnacher. Wichtig für die Entwicklung der Geräte sei stets auch die Schlüsselfrage, ob das Holz zur Maschine, oder die Maschine zum Holz müsse. Grosse Verarbeiter würden eher die erste Variante wählen, um ihre Maschinen möglichst dauernd auslasten zu können, während der klassische Lohnunternehmer dann eher auf die zweite Variante und auf mobile Geräte setze, meint Tinnacher. Weiters beschäftigen auch Sicherheitsaspekte die Entwicklungsabteilung. Hier habe man schon vieles erreicht (z.B. mit der Zweihand-Bedienung), müsse insgesamt aber aufpassen, dass man nicht übers Ziel hinausschiesse und mit zu strengen Vorschriften die Effizienz allzu sehr vernachlässige, heisst es bei Posch.
Posch ist ein mittelständisches Familieunternehmen mit 160 Mitarbeitenden, das heute in dritter Generation von Johann und Petra Tinnacher geführt wird. Als Marktführer in Europa stellt das in Leibnitz (A) domizilierte Unternehmen jährlich über 10000 Maschinen her, von denen 80% in den Export gehen. Schweizer Importeur ist die Firma Althaus in Ersigen (BE), die ihrerseits rund 250 Händler in der ganzen Schweiz beliefert.
www.posch.com
» www.althaus.ch
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