Als Vorteil eines Agrarfreihandels mit der EU wird erwähnt, dass die Konsumenten dank günstigeren Lebensmitteln jährlich 2 Mia. Fr. einsparen könnten. Für die Landwirtschaft, aber auch für manche Verarbeiter von Agrarprodukten sieht die Rechnung negativer aus, wie Ueli Maurer in seinem Vortrag erklärte. Realistische Prognosen ergäben, dass der Selbstversorgungsgrad mit einheimischen Lebensmitteln von heute 60 auf etwa 30% sinken würde. Entsprechend viele Arbeitsstellen würden in der Landwirtschaft und in den vor- und nachgelagerten Bereichen verloren gehen. Chancen bietet der Export von Schweizer Agrarprodukten. Doch da darf man sich keine Illusionen machen. Ueli Maurer erwähnte das Paradebeispiel des Käseexportes, der ab 2000 gesunken und nun wieder zirka auf demselben Niveau wie vor zehn Jahren ist, während die Importe konstant zugenommen haben.
In einem weiteren Referat am Syngenta-Agroinfo ging Ueli Vögeli, Direktor vom Strickhof Lindau (ZH) auf den Wert der Bildung in der Landwirtschaft ein. Aktuell bräuchte es in der Schweiz pro Jahr rund 500 Hofnachfolger. Da hält die Anzahl der Schüler an den landwirtschaftlichen Bildungszentren nicht ganz mit. Hinzu kommt, dass ausgebildete Landwirte auch in anderen Branchen sehr gefragt sind, so Ueli Vögeli. Die neue dreijährige Berufslehre, bei der nicht Fächer, sondern konkrete Praxishandlungen im Vordergrund stünden, habe gut gestartet. Ueli Vögeli appellierte an die Anwesenden, sich nicht auf die Politik zu verlassen, sondern selber Eigenverantwortung zu übernehmen. Um dies zu können, sei regelmässige Weiterbildung von hohem Nutzen.
Cristoph Mäder, Mitglied der Geschäftsleitung von Syngenta, versicherte in einer kurzen Ansprache, dass Syngenta die 2009 aufgetretenen Lieferengpässe bei den Pflanzenschutzmitteln behoben habe. Grund für die Lieferschwierigkeiten sei die grosse weltweite Nachfrage nach Syngenta-Produkten gewesen. Nun seien die nötigen Personal- und Raumkapazitäten vom Konzern bewilligt worden.
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Ich, als Profi-Bauer, vertraue der LANDI. Die Ratschläge des dortigen Pflanzenbauspezialisten Toni Rogenmoser bewähren sich.















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