Fotos mit dem Rasterelektronenmikroskop belegen einen einheitlichen, dichten Nassfilm vor der Trocknung und einen gleichmässigen Schichtverlauf auch bei scharfkantigen Geometrien. So kann die Dispersion selbst komplexe Strukturen gleichmässig beschichten. Im Unterschied zur Elektrotauchlackierung können beim ACC-Verfahren röhrenförmige, vormontierte oder verwinkelte Konstruktionen wesentlich besser beschichtet werden.
Für den Kunden bringt diese moderne, aber auch teurere Beschichtungstechnik Vorteile, in dem ein exzellenter Korrosionsschutz von innen und aussen erreicht wird. Zudem ist die Haftung des Lacks am Untergrund besser, selbst bei mechanischer Beschädigung wird ein Fortschreiten des Rostansatzes weitgehend unterbunden. Die Produkte sollen langlebiger werden und künftig einen höheren Wiederverkaufswert aufweisen. Zwei Argumente, die Brantner künftig noch mehr ausspielen möchte.
Brantner verfügt weltweit nun über die grösste «ACC 866»-Anlage mit der Gegenstände bis zu 16.50m Länge, 2.40m Höhe und 2.40m Breite behandelt werden können. Die Bauteile werden in einem vollautomatisierten Verfahren 14 Mal in Flüssigkeiten mit chemischen Inhaltsstoffen getaucht. Viel Wert wird bei diesem Verfahren auf die Reinigung der Metalloberflächen gelegt, sind doch elf Tauchvorgänge alleine diesem Prozess gewidmet. Nach der Reinigung erfolgt die eigentliche Oberflächentechnik in drei Schritten: Im ersten Becken wird die Grundierung aufgetragen, im zweiten Becken Überschüsse abgespült und im dritten Becken erfolgt die Vorbereitung für das Einbrennen. Das Einbrennen erfolgt in Heissluftöfen bei 105° C. Anschliessend wird dann die bekannte 2-Komponenten-Acryl-Lackierung appliziert.
Brantner hat für dieses Verfahren mehr als 20 Mio. Fr. investiert und bietet diese neue Oberflächentechnik für alle Fahrzeuge, die ab Juni 2009 bestellt werden an. Auch optisch kommt es zu einer Neuausrichtung: Der Fahrgestellrahmen und das Plateau werden zukünftig im Farbton «schwarz» lackiert, die Beschriftung der Fahrzeuge ist weiss.
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