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Bernard Genoud
agriculteur
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Entwicklung im Milchmarkt
17.06.2010
Die Entwicklung von Menge und Produzentenpreis ist in der Schweizer Milchwirtschaft in der letzten Zeit sehr stürmisch verlaufen. Dabei wird oft vergessen, dass der Produzentenmilchpreis real, d.h. teuerungsbereinigt, schon ab Ende der 60er Jahre kontinuierlich abnahm.
Daniel Erdin, Leiter SBV Statistik, analysiert in den jüngst erschienenen landwirtschaftlichen Monatszahlen die Entwicklung auf dem Milchmarkt. So sei der Produzentenmilchpreis schon ab Ende der 60er Jahre kontinuierlich gesunken. Bis in die 90er Jahre wurde der reale Preiszerfall durch nominal ansteigende Preise und die aus heutiger Sicht relativ hohen Inflationsraten kaschiert. In den 90er Jahren beschleunigte sich der Preisrückgang durch die Umstellung der Agrarpolitik von Preisstützung auf Direktzahlungen. Ende 2006 begann der Anstieg der Milchpreise auf den internationalen Märkten. 2008 erfolgte ein starker Preisrückgang und ab Herbst 2008 fielen die Preise im Strudel der internationalen Finanzkrise aufs Ausgangsniveau zurück. In der Schweiz wurde der Milchpreis erst mit einer gewissen Verzögerung erhöht und zu einem Zeitpunkt, als die internationalen Preise schon wieder eine sinkende Tendenz aufwiesen. 2010 zeichnete sich diesbezüglich bisher keine Entspannung ab. Indikatoren dieser Entwicklung sind die grossen Buttervorräte (April 2010: 8 889 Tonnen) und der Umstand, dass die Schweiz vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur von Butter geworden ist.
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