Im ersten Halbjahr 2009 verlief die Umsatzentwicklung dank eines guten Auftragsbestands sogar noch auf Vorjahresniveau. Danach waren der reduzierte Auftragseingang sowie etliche Stornierungen eine grössere Herausforderung für die Produktionsplanung. Die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzierungskrise zeigten sich insbesondere auf den Märkten in Russland und einigen MOE-Staaten. Nach dem Ausnahmejahr 2008 brach die Nachfrage hier infolge schwacher Währungen sowie protektionistischer Massnahmen bis zu 80% ein. Demgegenüber entwickelten sich die meisten westeuropäischen Absatzgebiete stabil. Mit einem erneut deutlichen Umsatzzuwachs auf über 30 Mio. Euro stieg dabei Nachbarland Frankreich zum grössten Auslandsmarkt für Lemken auf. Der Umsatz im Heimatmarkt Deutschland konnte nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden. Die Exportquote reduzierte sich um 4 Punkte auf 64 %.
Über die letzten drei Jahre hat Lemken eine Rekordsumme von über 25 Mio. Euro allein in neue Produktions- und Logistikflächen an den deutschen Standorten Alpen, Hetzerath und Meppen investiert. „Wir planen und bauen langfristig“, kommentiert Geschäftsführer von Busse die Strategie des Familienunternehmens. «Trotz des derzeitigen Abschwungs zahlen sich diese Investitionen in Qualität und Lieferfähigkeit unserer Produkte bereits jetzt aus». Die neue Lackieranlage, die dank modernem KTL-Verfahren (Bild) eine deutlich verbesserte Optik und Korrosionsbeständigkeit garantiert, wurde Mitte 2009 erfolgreich in Betrieb genommen.
Roman Engeler
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