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  • Bernard Genoud

    agriculteur Bernard Genoud

    A la LANDI, je profite d’un bon service à la clientèle et des bons conseils du personnel. De plus, il y a beaucoup de choix et le dépôt agricole est pratique. Je m’y approvisionne notamment pour les aliments chevaux, le lait en poudre pour les veaux, la moruline et le sel bétail.

Spreusammler nun praxistauglich

12.08.2010

In die Schweiz wird für rund 60 Mio. Fr. Stroh importiert. Die Sammlung der 1 bis 2t Spreu, die pro Getreidehektare anfallen und gewöhnlich vom Drescher zurück aufs Feld gelangen, bietet ein Wertschöpfungspotenzial von 200 bis 400Fr.

  • Rund 1.5t/ha Spreu lassen sich mit dem Spreusammler gewinnen.
  • Fürs Spreuentleeren ist mit einem Mehraufwand von 7 bis 10 Minuten zu rechnen.
  • Alles, was der Fahrer machen muss, ist zu- und aufklappen.
  • Bernhard Streit, SHL, erklärt, dass in Kanada und Frankreich ähnliche Spreusammler-Modelle zum Einsatz kommen.
  • Im Sammelbehälter des Prototyps hat's Platz für rund 1t Spreu. Mit einer weiteren Tonne beziffert Fritz Marti, SHL, das Eigengewicht des Spreusammlers.
  • Besonders geschätzt wird die hohe Saugfähigkeit des Spreus.
  • Auf den Anstalten Bellechasse wurden die Spreusammler sowie der Spreueinsatz getestet.

In Zusammenarbeit mit mehreren Technikfirmen hat die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft (SHL) eine alte Idee neu belebt und einen Spreusammler für Drescher entwickelt, der nun praxistauglich ist. Gestern fand bei den Anstalten Bellechasse in Sugiez (FR) eine Präsentation des entwickelten Prototyps statt. "Es ging uns darum, neue Wege zur Nutzung von Ackerprodukten zu entwickeln, ohne dass dabei die Nahrungsmittelproduktion konkurriert wird", erklärt Bernhard Streit von der SHL. Ab nächstem Jahr dürften die ersten Spreusammler-Modelle auf den Markt kommen, wobei die Nachrüstung eines Dreschers mit rund 40000Fr. relativ teuer zu stehen kommt. Fritz Marti, ebenfalls SHL, rechnet aber damit, dass sich diese Kosten mit den laufenden Optimierungen noch senken lassen. Wegen seinem tiefen Raumgewicht wird Spreu für den Transport und den Handel in Folien verpackt und zu Ballen à 175 bis 260kg/m3 gepresst. Dieses Verfahren soll laut Nicole Berger, SHL, noch weiter untersucht und verbessert werden.

Als Strohersatz weist Spreu in Geflügel-, Schweine- und Rindviehställen eine hohe Saugfähigkeit (bessere Luftqualität) sowie eine homogene Struktur auf. Zu den arbeitswirtschaftlichen Vorteilen von Spreu gehören das tiefe Raumgewicht von 25 bis 50kg/m3. Verglichen mit Stroh braucht es weniger Einstreumaterial, die Güllekanäle und Schleppschläuche werden nicht verstopft und der Mist baut sich besser ab. In der Geflügelhaltung ist die Verletzungsgefahr gegenüber Holzspänen geringer. Vom Einstreuen abgeraten wird bei Spreu aus fusarienbefallenen Getreidebeständen, handelt es sich in diesem Fall doch sozusagen um eine konzentrierte Mykotoxin-Menge.

Nutzen bringt Spreu (Pellets) auch als Futtermittel, etwa für Jungvieh oder Galtkühe. Vergleichsweise hohe Energie- und Proteinwerten weist Erbsenspreu auf.

Als Unterlage bei Erdbeerkulturen lässt sich Spreu besser verteilen als Stroh. Weitere Möglichkeiten bieten der Einsatz als Co-Substrat für Biogasanlagen oder als Heizmaterial (Pellets aus Holz und Spreu).

Matthias Roggli MR

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