Ein gepflegter, sattgrüner Rasen ist der Stolz jedes Gartenbesitzers. Doch damit die Gräser kräftig wachsen und Moos sowie Unkraut keine Chance haben, ist die richtige Nährstoffzufuhr entscheidend. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles darüber, wie Sie Ihren Rasen düngen sollten, welche Produkte sich eignen und wann der ideale Zeitpunkt für die Pflegeeinheiten gekommen ist. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt zu einem dichten und widerstandsfähigen Grün, das Wind und Wetter trotzt.
Wer seinen Rasen düngen möchte, sollte die wesentlichen Punkte stets im Blick behalten. Ein gesunder Rasen benötigt primär Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem ausgewogenen Verhältnis.
Ein schöner Garten beginnt oft mit einer makellosen Grünfläche. Doch ein perfekter Rasen ist das Ergebnis konsequenter Pflege und Aufmerksamkeit. Dabei kommt es vorwiegend auf eine Kombination aus dem passenden Produkt, der richtigen Technik und vor allem dem exakten Timing an. In der Schweiz stellen uns die wechselhaften Witterungsbedingungen oft vor Herausforderungen, doch mit dem nötigen Wissen lässt sich jede Rasenfläche in eine Wohlfühloase verwandeln.
Warum ist es eigentlich so wichtig, dass wir unseren Rasen düngen? Gräser sind Hochleistungspflanzen. Durch das regelmässige Rasenmähen entziehen wir dem Boden permanent Biomasse und damit wertvolle Nährstoffe. Bleibt das Schnittgut nicht als Mulch liegen, verarmt der Boden mit der Zeit.
Bevor Sie den Rasen düngen, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Die meisten Produkte sind sogenannte NPK-Dünger.
Eine Bodenanalyse kann helfen, den genauen Nährstoffbedarf zu ermitteln, damit man nicht blindlings Stoffe zuführt, die eventuell schon reichlich vorhanden sind. Sowohl eine zu geringe wie auch eine zu hohe Menge eines Nährstoffes schwächen oder schädigen die Pflanze. Aus diesem Grund ist es von grosser Bedeutung herauszufinden, welche Nährstoffe Ihre Pflanze benötigt oder ihr fehlen.
Mit dieser Bodenprobe lassen Sie Ihre Gartenerde im Labor analysieren und erhalten eine fundierte Auswertung der wichtigsten Nährstoffe:
Wenn wir den Rasen düngen, lösen sich die Granulate durch Feuchtigkeit auf. Ein gesunder Rasen lebt von der Symbiose zwischen Mikroorganismen und Wurzeln. Organische Dünger müssen erst von Bodenbakterien zersetzt werden, was sie zu einer wertvollen Nahrung für das gesamte Bodenökosystem macht. Dies verbessert die Bodenstruktur langfristig und erhöht die Speicherfähigkeit für Wasser.
Die Frage nach dem Timing ist die meistgestellte in der gesamten Rasenpflege. Wer den richtigen Zeitpunkt verpasst, verschwendet nicht nur wertvollen Dünger, sondern riskiert im schlimmsten Fall sogar Rasenschäden. Die Natur gibt uns jedoch klare Signale, wann die Gräser bereit für eine Nährstoffzufuhr sind. Hier erfahren Sie im Detail, wie Sie das Jahr planen sollten.
Die erste Düngung im Jahr ist die Initialzündung für die gesamte Saison. Nach der kalten Jahreszeit sind die Nährstoffreserven im Boden meist erschöpft. Doch Vorsicht: Wer zu früh das erste Mal zum Rasendünger greift, erlebt oft eine Enttäuschung. Die Gräser können Nährstoffe erst verarbeiten, wenn ihr Stoffwechsel aktiv ist.
Im Juni oder Juli benötigt der grüne Rasen oft eine Auffrischung. Durch die intensive Sonneneinstrahlung und die starke Nutzung des Gartens ist der Hunger der Pflanzen gross.
Viele Gartenbesitzer hören im August auf zu pflegen – ein Fehler. Die Herbstdüngung (auch Herbstrasendüngung genannt) zwischen September und Ende Oktober ist entscheidend für das Überleben im Winter.
Bevor Sie den Rasen düngen, müssen die Bedingungen stimmen. Eine verfilzte Oberfläche verhindert, dass das Granulat den Boden erreicht.
Es gibt für jeden Zweck den passenden Rasendünger. In Ihrem LANDI Laden oder unserem Online Shop finden Sie eine breite Auswahl, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Die Qualität der Rasenpflege steht und fällt mit der Gleichmässigkeit der Verteilung. Nur so verhindern Sie ein fleckiges Erscheinungsbild Ihrer Rasenfläche.
Sicherheit und Sauberkeit sind beim Düngen des Rasens ebenso wichtig wie die richtige Nährstoffzufuhr.
Folgende Punkte sollten Sie beim Düngen des Rasens bezüglich der Umwelt und Nachhaltigkeit beachten:
Ein wichtiger Punkt bei der Rasenpflege ist der Schutz der Gesundheit. Düngemittel sind chemische oder hochkonzentrierte organische Substanzen, die bei unsachgemässer Handhabung Gefahren bergen.
Damit Sie beim Düngen des Rasens ein professionelles Ergebnis erzielen und einen perfekten Rasen erhalten, sollten Sie methodisch vorgehen.
Mähen Sie den Rasen etwa zwei bis drei Tage vor dem geplanten Termin. Die ideale Schnitthöhe liegt bei etwa 4 bis 5 Zentimetern. Entfernen Sie das gesamte Schnittgut gründlich, damit die Düngerkörner ungehindert auf das Erdreich fallen können. Falls Ihr Rasen stark vermoost ist, sollten Sie ihn vorher vertikutieren. Dies öffnet die Grasnarbe und erlaubt dem Dünger, direkt an die Wurzelbasis zu rieseln.
Der ideale Tag für die Ausbringung ist bedeckt und windstill. Wenn es kurz nach dem Düngen leicht regnet, ist das perfekt, da das Wasser den Dünger direkt an die Wurzeln transportiert. Vermeiden Sie windige Tage, da das leichte Granulat sonst unkontrolliert verweht wird und eventuell in angrenzenden Zierbeeten landet, wo es den Pflanzen schaden könnte.
Nehmen Sie die Düngerpackung zur Hand und suchen Sie die Einstellungsempfehlung für Ihren Streuwagen. Füllen Sie den Wagen niemals auf der Rasenfläche auf! Sollte dabei etwas verschütten, führt dies bei Ihrem Rasen sofort zu schweren Verbrennungen und unschönen kahlen Stellen. Befüllen Sie das Gerät stattdessen auf festem Untergrund wie einer Einfahrt oder dem Gartenweg.
Beginnen Sie damit, zwei Bahnen an den Kopfenden der Fläche zu ziehen. Danach fahren Sie die restliche Fläche in Längsbahnen ab. Um ein absolut gleichmässiges Bild für einen sattgrünen Rasen zu erhalten, wenden Profis oft das Schachbrettmuster an: Stellen Sie den Wagen auf die Hälfte der empfohlenen Menge ein und fahren Sie die Fläche erst längs und anschliessend noch einmal quer ab.
Achten Sie darauf, dass sich die Bahnen nicht zu stark überlappen, um lokale Überdüngungen zu vermeiden. An den Wendepunkten sollten Sie den Schieber des Streuwagens immer schliessen, damit im Stand kein Dünger ausrieselt. Gehen Sie in einem zügigen und gleichmässigen Tempo, um eine homogene Verteilung zu garantieren.
Sobald Sie mit dem Düngen des Rasens fertig sind, folgt das Bewässern. Wenn kein Regen einsetzt, müssen Sie den Sprenger aufstellen. Wässern Sie die Fläche etwa 20 bis 30 Minuten lang intensiv. Das Wasser löst die Salze des Düngers auf und spült sie in die Wurzelzone. Erst durch diesen Schritt werden die Nährstoffe für die Pflanzen bioverfügbar.
Nachdem Sie den Rasen gedüngt haben, benötigt die Fläche eine kurze Ruhephase sowie die richtige Nachsorge, damit die Gräser die Nährstoffe optimal verwerten können.
Mit ein paar zusätzlichen Kniffen aus der Profi-Trickkiste verwandeln Sie Ihre Rasenfläche in ein wahres Prachtexemplar, das selbst höchsten Ansprüchen genügt.
Schon kleine Unachtsamkeiten können das Ergebnis der Rasenpflege beeinträchtigen, weshalb Sie die folgenden typischen Stolperfallen unbedingt umgehen sollten.
Einen grünen Rasen zu erhalten, ist eine Frage der richtigen Strategie und Geduld. Wer den besten Zeitpunkt abpasst und auf hochwertige Produkte wie einen Langzeit-Rasendünger setzt, wird mit einer dichten, widerstandsfähigen Fläche belohnt. Denken Sie daran, dass die Rasenpflege ein Ganzjahresprojekt ist: Vom ersten Erwachen im Frühling bis zur schützenden Herbstrasendüngung. In Ihrer LANDI finden Sie alles, was Sie für dieses Vorhaben benötigen – von der fachkundigen Beratung bis zur passenden Ausstattung.
Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr (März/April), sobald der Boden frostfrei ist. In dieser Phase ist der Nährstoffbedarf der Rasengräser am höchsten. Planen Sie eine zweite Gabe im Frühsommer (Juni) ein, um die Vitalität während der Belastungszeit zu erhalten. Die finale Herbstrasendüngung schliesst das Jahr im Oktober ab.
Man sollte niemals bei grosser Hitze oder praller Sonne den Rasen düngen, da dies zu massiven Verbrennungen führt. Auch auf gefrorenem Boden ist die Massnahme sinnlos, da die Nährstoffe nicht einsickern können und beim nächsten Tauwetter in die Kanalisation gewaschen werden. Ebenso ist bei starkem Wind von der Ausbringung abzuraten.
Warten Sie ab, bis die Bodentemperaturen konstant über 10 Grad Celsius liegen. Erst dann erwachen die Wurzeln aus der Winterruhe und können die Nährstoffzufuhr verwerten. Meist ist dies ab Anfang April der Fall, je nach Höhenlage Ihrer Rasenfläche.
Ja, eine vorherige Mahd ist notwendig. Kurzes Gras (ca. 4 cm) erlaubt es dem Granulat, ohne Hindernisse direkt auf den Boden zu fallen. Wenn der Rasen zu lang ist, bleibt der Dünger auf den Halmen hängen, was die Wirkung verzögert und das Risiko von Blattverbrennungen erhöht.
Es ist ideal, kurz vor einem sanften Regen zu düngen. Das Wasser spült die Nährstoffe sofort ein. Wenn Sie nach dem Regen düngen, müssen die Gräser erst abtrocknen, damit die Körner nicht an den feuchten Halmen kleben bleiben. In jedem Fall muss nach der Düngung Feuchtigkeit an den Boden gelangen.
Das letzte Mal im Jahr sollte die Düngung im Oktober erfolgen. Verwenden Sie hierfür unbedingt einen speziellen Herbstrasendünger. Dieser enthält viel Kalium für die Zellstabilität und sorgt so für eine bessere Winterhärte Ihrer Grünfläche.
Eine Überdüngung führt zu einer Salzüberkonzentration im Boden. Die Wurzeln werden geschädigt und können kein Wasser mehr aufnehmen, was zu braunen Stellen und schweren Rasenschäden führt. Sollte dies passieren, hilft nur intensives Wässern, um die Salze auszuspülen.
Bei einem mineralischen Dünger sehen Sie oft schon nach 3 bis 5 Tagen ein kräftigeres Grün. Ein organischer Rasendünger oder ein Bio-Rasendünger benötigt etwas länger (ca. 10 bis 14 Tage), da er erst von Bodenorganismen aufgeschlossen werden muss, bietet dafür aber eine nachhaltigere Wirkung.
Wenn Sie den Dünger absolut trocken und kühl lagern, ist er fast unbegrenzt haltbar. Achten Sie darauf, angebrochene Säcke luftdicht zu verschliessen. Feuchtigkeit führt zu Verklumpungen, wodurch das Material nicht mehr präzise mit dem Streuwagen ausgebracht werden kann.