Die Blätter färben sich, die Nächte werden kühler, und im Beet sieht es plötzlich etwas wild aus – kommt Ihnen das bekannt vor? Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner in der Schweiz stehen jeden September vor der gleichen Frage: Was muss jetzt noch erledigt werden, bevor der Winter kommt? Ein gut geplanter Herbstgarten sorgt nicht nur für einen gepflegten Anblick bis in den November hinein, sondern legt auch das Fundament für einen kräftigen Start im Frühling. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, worauf es bei der Herbstbepflanzung, der Bodenpflege und der Wintervorbereitung ankommt – praxisnah und auf Schweizer Verhältnisse zugeschnitten.
Ein gelungener Herbstgarten beginnt mit der Planung. In den meisten Regionen der Schweiz startet die eigentliche Herbstsaison im Garten Ende August und zieht sich bis in den November. Wer in höheren Lagen gärtnert, etwa im Berner Oberland oder in Graubünden, sollte die ersten Fröste bereits Anfang Oktober einplanen und entsprechend früher aktiv werden. Im Mittelland und in den milderen Zonen rund um die grossen Seen bleibt oft bis Mitte November Zeit für die letzten Arbeiten.
Nehmen Sie sich zu Beginn der Saison einen Moment Zeit, um Ihren Garten zu begehen und einen groben Fahrplan zu erstellen. Ein solcher Rundgang lohnt sich besonders dann, wenn der Garten im vergangenen Sommer stark genutzt wurde, etwa als Gemüsegarten oder als Spielfläche für Kinder. So lässt sich rechtzeitig erkennen, welche Bereiche im nächsten Jahr eine Pause brauchen und wo neue Farbakzente gesetzt werden sollen. Folgende Fragen helfen bei der Planung:
Eine gute Planung erspart im Oktober und November viel Stress und verteilt die Gartenarbeiten im Herbst sinnvoll über mehrere Wochenenden.
Der Boden ist im Herbst besonders wichtig, denn was jetzt an Nährstoffen und Struktur eingebracht wird, wirkt oft bis weit in die nächste Saison hinein. Nach der Ernte von Gemüse und Beeren lohnt es sich, den Boden aufzulockern und mit organischem Material zu versorgen.
Kompost ist dabei der wichtigste Verbündete. Wer eigenen Kompost im Garten hat, kann diesen jetzt grosszügig auf die Beete aufbringen und leicht einarbeiten. Das verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und liefert genau die Nährstoffe, die im Frühling für einen guten Start gebraucht werden. Folgende Massnahmen lohnen sich beim Bodenmanagement im Herbst besonders:
Wer im Herbst gezielt nachdüngt, schafft ideale Voraussetzungen für die nächste Anbausaison und unterstützt gleichzeitig ein aktives Bodenleben während der kälteren Monate.
Der Herbst ist die ideale Zeit, um den Garten mit neuen Pflanzen zu bereichern. Viele Stauden und Gehölze wurzeln jetzt noch gut ein, bevor der Boden zu kalt wird, und starten im Frühling kräftig durch.
Wer sich im Frühling an einem farbenfrohen Garten erfreuen möchte, sollte jetzt aktiv werden. Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Krokusse werden zwischen September und November gesetzt, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Als Faustregel gilt: Die Pflanztiefe entspricht etwa dem Dreifachen der Zwiebelhöhe. Gruppen von mehreren Zwiebeln der gleichen Sorte wirken natürlicher als einzelne, verstreute Exemplare.
Damit der Garten auch im Herbst nicht trist wirkt, sorgen klassische Herbstpflanzen für Farbtupfer:
Der Herbst eignet sich hervorragend, um Gehölze und Stauden zu setzen, da der Boden noch warm genug für die Wurzelbildung ist. Folgende Pflanzen eignen sich besonders für die Herbstpflanzung in Schweizer Gärten:
Ein gelungener Herbstgarten lebt von Kontrasten – zwischen warmen Farbtönen und ruhigem Grün, zwischen filigranen Gräsern und kräftigen Blütenstauden. Bei der Gartengestaltung im Herbst lohnt es sich, auf folgende Elemente zu achten:
Wer möchte, ergänzt die Gestaltung mit dekorativen Elementen wie Kürbissen, Zierkohl oder kleinen Arrangements aus Zapfen und Zweigen. Solche Akzente lassen sich leicht selbst zusammenstellen und passen sich mit wenig Aufwand der jeweiligen Jahreszeit an. Auch eine gut platzierte Sitzecke mit warmen Decken macht den Garten an sonnigen, kühlen Herbsttagen zu einem gemütlichen Rückzugsort. Mit verschiedenen Kerzen, Windlichtern oder Laternen lässt sich ausserdem die warme Herbstatmosphäre, auch wenn die Farben nicht mehr leuchten, spüren.
Neben dem Pflanzen gehören verschiedene Pflegearbeiten zu einem gut geführten Garten:
Sobald die Temperaturen sinken, wird der Frostschutz zum zentralen Thema im Herbstgarten. Nicht winterharte Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrusbäumchen oder Geranien sollten rechtzeitig vor dem ersten Frost an einen hellen, kühlen Ort gebracht werden, etwa in einen unbeheizten Wintergarten oder ins Treppenhaus.
Winterharte Kübelpflanzen, die draussen bleiben, profitieren von zusätzlichem Schutz:
Empfindliche Stauden und Rosen können ebenfalls mit Reisig oder Laub abgedeckt werden. Christrosen hingegen sind von Natur aus winterhart und blühen oft mitten im Winter – sie benötigen in der Regel keinen zusätzlichen Schutz, freuen sich aber über einen windgeschützten Standort.
Auch die Terrasse gehört im Herbst zum Garten dazu. Gartenmöbel aus Holz oder Rattan sollten jetzt gereinigt und, falls sie nicht winterfest sind, an einem trockenen Ort verstaut werden. Wetterfeste Modelle können mit einer Schutzhülle draussen bleiben.
Mit ein paar einfachen Grundsätzen lässt sich der Aufwand im Herbstgarten spürbar reduzieren, ohne dass dabei Farbe oder Vielfalt auf der Strecke bleiben.
Auch erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner tappen im Herbst gelegentlich in typische Fallen:
Ein gepflegter Herbstgarten ist kein grosser Aufwand, wenn die wichtigsten Arbeiten rechtzeitig und in der richtigen Reihenfolge angegangen werden: Boden vorbereiten, passende Herbstpflanzen setzen, regelmässig pflegen und empfindliche Pflanzen rechtzeitig vor Frost schützen. Wer diese Punkte beherzigt, wird im Frühling mit einem gesunden Boden und den ersten Blüten der frisch gesetzten Zwiebelblumen belohnt. In den LANDI-Läden finden Sie das passende Sortiment für den Garten im Herbst – von Blumenzwiebeln über Frostschutzvlies bis hin zu Werkzeug für die Gartenarbeiten im Herbst. Bei Fragen zu Pflanzen, Boden oder Winterschutz berät Sie das Team in Ihrem LANDI-Laden gerne persönlich.
Kombinieren Sie Herbstblumen wie Astern, Chrysanthemen und Dahlien mit Ziergräsern wie dem Lampenputzergras und Sträuchern mit auffälliger Herbstfärbung, etwa wilder Wein oder dem Liebesperlenstrauch. Auch Rosen mit Hagebutten und Kübelpflanzen auf Terrasse oder Balkon tragen zu einem farbenfrohen Gesamtbild bei. Setzen Sie zudem im Herbst Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Krokusse, damit der Garten bereits im Frühling wieder bunt wird.
Zu den wichtigsten Gartenarbeiten im Herbst gehören das Einbringen von Kompost, das Zurückschneiden verblühter Stauden, das Setzen von Blumenzwiebeln und Gehölzen sowie das regelmässige Entfernen von Herbstlaub vom Rasen. Zusätzlich sollten nicht winterharte Kübelpflanzen rechtzeitig vor dem ersten Frost geschützt oder ins Haus geholt werden, und Gartenmöbel sollten gereinigt und, falls nötig, winterfest verstaut werden.
In erster Linie ist dies der Vermieter. Wenn der Mieter für die Räumung verantwortlich ist, muss dies explizit im Mietvertrag festgehalten sein. Die Verantwortung bleibt aber ohnehin beim Vermieter: Er muss kontrollieren, ob die Abmachung eingehalten wird, und auch das notwendige Equipment zur Verfügung stellen. Zudem gilt, dass derjenige das Laub entfernen muss, auf dessen Grund es liegt, auch wenn auf seinem Grundstück gar kein Baum steht. Sollte er dieser Pflicht nicht nachkommen und jemand rutscht auf seinem Grund aus, kann der Verletzte Schmerzensgeld vom Eigentümer verlangen.