Orchideen gelten seit jeher als die unangefochtenen Königinnen der Fensterbank. Mit ihren filigranen Blüten, den leuchtenden Farben und ihrer exotischen Anmutung ziehen sie jeden Betrachter in ihren Bann. Doch so gross die Bewunderung für diese Pflanzen ist, so verbreitet ist auch die Sorge, sie nicht richtig pflegen zu können. Viele Pflanzenfreunde zögern beim Kauf, weil Orchideen der Ruf nacheilt, empfindliche Pflanzen zu sein, die bei kleinsten Pflegefehlern ihre Blüten abwerfen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie diesen Mythos aufklären und mit einfachen Mitteln dafür sorgen, dass Ihre Orchideen Jahr für Jahr aufs Neue erblühen.
Orchideen faszinieren uns seit Generationen. Sie gelten völlig zurecht als die unangefochtenen Königinnen der Fensterbank. Doch so gross die Bewunderung für diese Pflanzen ist, so verbreitet ist auch die Sorge, sie nicht richtig pflegen zu können. Viele Pflanzenfreunde zögern beim Kauf, weil Orchideen der Ruf nacheilt, empfindliche Diven zu sein, die bei kleinsten Fehlern sofort ihre Blüten abwerfen.
In diesem Ratgeber möchten wir diesen Mythos gemeinsam mit Ihnen aufklören. Die faszinierende Vielfalt der Orchideen – mit weltweit über 25'000 Arten – bietet für jeden Geschmack das passende Exemplar. Die bei uns am häufigsten anzutreffende Gattung, die Phalaenopsis oder Nachtfalter-Orchidee, ist weitaus robuster, als man denkt. Man muss lediglich verstehen, wie diese Exoten in ihrer ursprünglichen Heimat leben, um ihnen auch im eigenen Zuhause optimale Bedingungen zu bieten.
Wir zeigen Ihnen, dass Sie für prächtig blühende Orchideen keinen Abschluss in Botanik benötigen. Ein wenig Fingerspitzengefühl, die Beachtung natürlicher Rhythmen und die passende Ausrüstung von Ihrer LANDI genügen vollkommen. Verwandeln Sie Ihre Fensterbank in ein kleines Tropenparadies und geniessen Sie die langanhaltende Blütenpracht dieser eleganten Gewächse.
Um zu verstehen, was eine Orchidee braucht, hilft ein Blick in den Regenwald. Die meisten bei uns beliebten Arten wachsen dort als Epiphyten. Das bedeutet, sie sitzen auf den Ästen grosser Bäume, statt in der Erde zu wurzeln. Sie beziehen ihre Nahrung und Feuchtigkeit massgeblich aus der Luft und dem Regenwasser, das an den Stämmen hinabläuft. Daraus ergeben sich die drei wichtigsten Säulen der Pflege: Licht, Wasser und Luft.
Das Thema Schneiden löst bei vielen Orchideenbesitzern Unsicherheit aus. Darf man verblühte Stängel einfach kappen? Was passiert mit den Luftwurzeln? Ein falscher Schnitt kann die Pflanze schwächen, während der richtige Schnitt sie zu neuer Höchstleistung anspornt.
Bei verblühten Stielen gilt: Üben Sie sich in Geduld. Man sollte nicht voreilig zur Schere greifen, sobald die letzte Blüte gefallen ist. Beobachten Sie den Stängel genau. Erst wenn ein Stiel von oben herab komplett braun, trocken und hölzern geworden ist, hat die Pflanze alle Nährstoffe daraus zurückgezogen. In diesem Fall kappen Sie den Stiel vorsichtig an der Basis, kurz über dem Blattaustrieb.
Es gibt jedoch einen bewährten Trick mit dem sogenannten „Auge“, um eine schnellere Nachblüte zu provozieren. Wenn der Stängel nach dem Abfallen der Blüten noch grün und saftig bleibt, besitzt er noch Lebenskraft. Suchen Sie nach den kleinen Verdickungen am Stiel, den schlafenden Augen. Zählen Sie von unten her zwei bis drei dieser Augen ab und setzen Sie den Schnitt etwa einen Zentimeter oberhalb des Knotens an. Oft treibt die Orchidee genau aus diesem Auge einen neuen Seitentrieb aus, der schon bald wieder Knospen trägt.
Ein ganz wichtiges Tabu betrifft die Luftwurzeln. Diese silbrig-grünen Ausläufer, die oft über den Topfrand hinauswachsen, mögen für manche ordnungsliebende Gärtner störend wirken. Doch Vorsicht: Luftwurzeln sind für die Orchidee überlebenswichtig. Sie dienen der Nährstoffaufnahme und betreiben in geringem Masse Photosynthese. Diese Wurzeln dürfen niemals abgeschnitten werden, solange sie fest und prall sind. Nur wenn eine Wurzel eindeutig verfault (matschig und dunkel) oder komplett vertrocknet (papierartig und hohl) ist, darf sie mit einer sauberen Schere entfernt werden.
Um den speziellen Bedürfnissen dieser Aufsitzerpflanzen gerecht zu werden, benötigen Sie Produkte, die auf deren Lebensweise abgestimmt sind. Herkömmliche Blumenerde ist der grösste Feind der Orchidee, da sie zu fein strukturiert ist und die Wurzeln darin sprichwörtlich ersticken.
Sollte Ihre Orchidee einmal „blühfaul“ sein und über Monate nur grüne Blätter produzieren, können Sie mit ein paar Kniffen nachhelfen. Oft braucht die Pflanze einen kleinen Impuls aus der Umwelt, um wieder Knospen anzusetzen.
Abschliessend lässt sich sagen, dass Orchideen weitaus weniger anspruchsvoll sind, als ihr Ruf vermuten lässt. Die meisten Probleme entstehen durch „zu viel des Guten“ – zu viel Wasser, zu viel Dünger oder zu viel direkte Sonne. Wenn Sie sich an das Prinzip der Luftigkeit halten, Staunässe konsequent vermeiden und beim Schneiden der Pflanze die nötige Zeit lassen, werden Sie mit einer langanhaltenden und spektakulären Blütenpracht belohnt.
Orchideen sind dankbare Lebensbegleiter, die mit minimalem Aufwand maximale Eleganz in Ihr Zuhause bringen. Das LANDI-Versprechen steht Ihnen dabei zur Seite: Bei uns finden Sie Profi-Qualität rund um die Orchideenpflege zum gewohnt tiefen Preis. Trauen Sie sich ruhig an diese exotischen Schönheiten heran – sie werden es Ihnen mit aussergewöhnlicher Ästhetik danken.
Gelbe Blätter sind oft ein Warnsignal für zu viel Feuchtigkeit. Wenn die Wurzeln im Wasser stehen, fangen sie an zu faulen und können die Blätter nicht mehr versorgen. Prüfen Sie das Substrat und die Wurzeln. Ein einzelnes gelbes Blatt im unteren Bereich ist jedoch meist kein Grund zur Sorge, sondern ein normaler Alterungsprozess.
Im Durchschnitt ist ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre nötig. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, wenn die Pflanze neu austreibt. Nutzen Sie dabei unbedingt frische Orchideenerde und entfernen Sie abgestorbene Wurzelteile.
Dieses Phänomen wird oft durch Stress ausgelöst. Häufige Ursachen sind Zugluft (zum Beispiel beim Lüften im Winter), ein Standortwechsel während der Knospenbildung oder die oben erwähnte Nähe zu reifem Obst. Sorgen Sie für einen konstanten Standort und vermeiden Sie extreme Temperaturschwankungen.
Ja, das ist möglich, sofern Ihr Wasser nicht extrem hart (kalkhaltig) ist. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung mindestens einen Tag stehen, damit es Zimmertemperatur annimmt und sich einige Stoffe verflüchtigen können. Die Vermischung von Leitungswasser mit etwas destilliertem Wasser ist ebenfalls eine gute Lösung für Regionen mit sehr hartem Wasser.