Weisse Ablagerungen rund um den Wasserhahn, ein geschwächter Wasserstrahl oder tropfende Armaturen – wer in einer Region mit hartem Wasser wohnt, kennt das Problem. Kalk setzt sich still und stetig ab und kann auf Dauer die Funktion und das Aussehen von Armaturen beeinträchtigen. Wer den Wasserhahn entkalken möchte, benötigt dafür keine teuren Spezialprodukte: Mit den richtigen Hausmitteln und etwas Geduld lässt sich selbst hartnäckiger Kalk zuverlässig lösen.
In vielen Teilen der Schweiz ist das Leitungswasser von Natur aus sehr kalkreich. Besonders im Mittelland und in Regionen mit Karstgestein ist die Wasserhärte hoch. Das Wasser ist zwar einwandfrei trinkbar, hinterlässt aber im Laufe der Zeit weissliche Kalkablagerungen an Armaturen, Waschbecken und Duschköpfen. Ein verkalkter Wasserhahn ist nicht nur optisch störend: Verkalkungen können den Wasserfluss einschränken, Dichtungsringe beschädigen und die Lebensdauer von Armaturen verkürzen. Das regelmässige Entkalken des Wasserhahns gehört daher zur Grundpflege eines jeden Haushalts.
Kalk gelangt über das Leitungswasser in die Armaturen. Wenn Wasser verdunstet, bleiben Kalzium- und Magnesiumverbindungen zurück – als weisslicher, meist harter Belag. Je nach Wasserhärte in Ihrer Gemeinde kann sich Kalk schneller oder langsamer ablagern. Besonders betroffen sind Stellen, an denen Wasser regelmässig aufprallt oder verdunstet: der Auslauf der Waschtischarmatur, der Perlator und der Bereich rund um den Griff. Auch das Innere der Armatur leidet unter Verkalkung, was sich in einem schwächer werdenden Wasserstrahl bemerkbar macht.
Bevor man mit dem Entkalken des Wasserhahns beginnt, sollte man das Wasser am Haupthahn oder an den Absperrventilen unter dem Waschbecken abstellen. So verhindert man ungewollte Wasserspritzer und kann die gesamte Armatur in Ruhe bearbeiten. Ausserdem lohnt es sich, die Oberfläche des Wasserhahns zu prüfen: Chrom, Edelstahl und Messing reagieren unterschiedlich auf Säuren. Grundsätzlich gilt – je länger der Kalk eingewirkt hat, desto mehr Geduld und Einwirkzeit sind nötig.
Für das Entkalken des Wasserhahns eignen sich vorwiegend saure Hausmittel, da Kalk (Kalziumkarbonat) durch Säuren aufgelöst wird:
Handelsübliche Kalkreiniger aus dem Fachhandel sind ebenfalls wirksam, sollten aber nach Herstellerangaben verwendet werden.
Nicht jede Armatur verträgt jedes Reinigungsmittel gleich gut. Glänzende Chromoberflächen und Badarmatur-Beschichtungen können durch konzentrierte Säuren matt werden oder Kratzer bekommen. Auf Hochglanzmessing und lackierten Oberflächen sollte man Essigessenz vermeiden und stattdessen auf Zitronensäure oder handelsübliche sanfte Reinigungsmittel setzen. Edelstahl ist in der Regel robuster, verträgt aber ebenfalls keine langen Einwirkzeiten mit starken Säuren.
Die folgende Anleitung zeigt, wie man einen verkalkten Wasserhahn gründlich reinigt – sowohl von aussen als auch am Perlator.
Die regelmässige Reinigung des Wasserhahns ist die einfachste Massnahme: Wer den Hahn nach dem Gebrauch kurz trockenwischt, verlangsamt die Kalkbildung erheblich. Wer in einer Region mit besonders hartem Wasser lebt, kann zusätzlich über einen Wasserenthärter oder einen Kalkschutzfilter nachdenken. Diese Geräte senken die Wasserhärte und schonen damit nicht nur die Armaturen, sondern auch Haushaltsgeräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschinen.
Das Entkalken vom Wasserhahn ist keine Wissenschaft, aber es braucht die richtigen Mittel, etwas Geduld und regelmässige Pflege. Mit Zitronensäure oder Essigwasser lassen sich selbst hartnäckige Kalkablagerungen an Waschtischarmaturen und Badarmaturen lösen – ganz ohne Chemikalieneinsatz. Wer seinen Wasserhahn regelmässig pflegt, verlängert dessen Lebensdauer und spart sich aufwendige Reparaturen. Alles Nötige dafür – von Entkalkungsmitteln bis zu Werkzeug – finden Sie in Ihrem LANDI-Laden oder im Online-Shop auf dieser Website.
In Regionen mit hartem Wasser empfiehlt es sich, den Wasserhahn regelmässig alle vier bis acht Wochen zu entkalken. Wer den Hahn täglichtrockenwischtt, kann die Intervalle verlängern. Den Perlator sollte man mindestens alle drei Monate ausbauen und gründlich reinigen.
Verkalkung schadet nicht nur dem Aussehen: Starke Verkalkungen können den Wasserfluss behindern, Dichtungsringe beschädigen und die Mechanik der Armatur beeinträchtigen. Wer den Wasserhahn regelmässig entkalkt, verhindert teure Reparaturen und erhält die Funktion der Armaturen langfristig.
Eine praktische Methode: Einen Gefrierbeutel oder eine Plastiktüte mit Zitronensäurelösung oder Essigwasser füllen, über den Auslauf stülpen und mit einem Gummiband befestigen. Nach einer Einwirkzeit von 30 bis 60 Minuten die Lösung entfernen und alles mit klarem Wasser abspülen. So werden Kalkablagerungen gelöst, ohne dass man die Armatur zerlegen muss.
Bei sehr hartnäckigen Kalkflecken hilft eine längere Einwirkzeit: Die betroffene Stelle mit einem in Zitronensäurelösung getränkten Tuch umwickeln und mehrere Stunden oder über Nacht einwirken lassen. Alternativ kann man eine Paste aus Backpulver und etwas Essig auftragen und nach der Einwirkzeit mit einer Zahnbürste abschrubben. Falls der Kalk dadurch nicht vollständig entfernt werden kann, helfen spezielle Kalklöser aus dem Fachhandel weiter.