Ein sonniger Standort, ein nährstoffreicher Boden und die richtige Pflanztechnik legen das Fundament für ein langes, gesundes Rosenleben im Garten. Egal ob Sie farbenfrohe Edelrosen, romantische Kletterrosen oder pflegeleichte Bodendeckerrosen pflanzen möchten: Wer beim Einsetzen der Königin der Blumen einige Grundregeln beachtet, belohnt sich ab dem Frühjahr mit prächtigem Wuchs und üppiger Blütenfülle.
In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wann der ideale Zeitpunkt zum Rosen-Pflanzen ist, worauf es bei der Standortwahl ankommt und wie Sie Ihre neuen Rosenstöcke fachgerecht in die Erde setzen.
Rosen stellen besondere Ansprüche an ihren Standplatz im Garten. Ein ideal ausgewählter Standort stärkt die Pflanzen von Natur aus und beugt Pilzkrankheiten wie Echtem Mehltau oder Sternrusstau wirksam vor.
Rosen sind Sonnenanbeterinnen: Sie benötigen mindestens 4 bis 6 Stunden Sonnenlicht täglich, um viele Knospen auszubilden. Wählen Sie einen sonnigen, aber leicht windoffenen Platz. Ein leichter Luftzug sorgt dafür, dass die Blätter nach einem Regenguss rasch abtrocknen, was Pilzsporen die Lebensgrundlage entzieht.
Der Boden sollte tiefgründig, humos und leicht lehmig sein, damit Wasser und Nährstoffe gut gespeichert werden. Vermeiden Sie staunasse Böden unbedingt. In schwerem, verdichtetem Lehmboden faulen die feinen Saugwurzeln schnell ab.
Pflanzen Sie niemals eine neue Rose direkt an einen Platz, an dem in den letzten 5 bis 10 Jahren bereits Rosen oder andere Rosengewächse (z. B. Apfelbäume, Quitten) standen. Der Boden ist dann «rosenmüde» und enthält spezifische Abfallstoffe sowie Nematoden, die den jungen Rosenstock am Anwachsen hindern. Müssen Sie die Rose dennoch am selben Ort pflanzen, tauschen Sie die Erde grosszügig auf mindestens 50 cm Tiefe aus.
Je nach Verkaufsform der Rosen unterscheidet sich die beste Pflanzzeit:
Für die fachgerechte Pflanzung benötigen Sie folgende Materialien:
Mit diesen einfachen Schritten gelingt das Pflanzen von Container- und Wurzelrosen im Handumdrehen:
Stellen Sie den Wurzelballen der Containerrose oder die nackten Wurzeln der wurzelnackten Rose vor dem Einsetzen für 2 bis 8 Stunden in einen Eimer mit Wasser. Die Wurzeln saugen sich voll Feuchtigkeit, was den Pflanzschock minimiert.
Graben Sie mit dem Spaten ein Pflanzloch, das etwa doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen (ca. 40 bis 50 cm tief). Lockern Sie die Sohle des Pflanzlochs mit der Grabgabel gründlich auf, damit das Wurzelwerk leicht in die Tiefe wachsen kann. Mischen Sie den ausgehobenen Mutterboden zu einem Drittel mit frischer LANDI Rosenerde.
Setzen Sie die Rose vorsichtig in das Pflanzloch. Breiten Sie bei wurzelnackten Rosen die Wurzeln gleichmässig nach allen Seiten aus, ohne sie umzuknicken.
LANDI Praxis-Tipp: Achten Sie beim Einsetzen penibel darauf, dass die wulstige Veredelungsstelle (der dickere Übergang zwischen den grünen Trieben und den braunen Wurzeln) knapp 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Dieser Erdschutz schützt die empfindlichste Stelle des Rosenstocks im Schweizer Winter verlässlich vor Frostschäden.
Füllen Sie das Pflanzloch mit dem aufbereiteten Erdgemisch auf. Treten Sie die Erde rund um den Rosenstock mit den Fersen leicht an, um der Pflanze Halt zu geben.
LANDI Praxis-Tipp: Giessen Sie die frisch gepflanzte Rose sofort ausgiebig mit mindestens 5 bis 10 Litern Wasser ein («einschlämmen»). Das flüssige Einschlämmen schliesst verdeckte Hohlräume um die Wurzeln und sorgt für den nötigen Erdkontakt der Feinwurzeln. Formen Sie aus Erde einen kleinen Giessrand um den Rosenstock, damit das Wasser nicht seitlich abfliesst.
Eine Unterpflanzung mit passenden Nachbarpflanzen wertet das Rosenbeet optisch auf und schützt den Boden.
Das Pflanzen von Rosen erfordert wenig Aufwand, legt aber das verlässliche Fundament für ein farbenfrohes Gartenjahr. Mit der Wahl eines sonnigen Standorts, der Beachtung der richtigen Pflanztiefe (Veredelungsstelle 5 cm unter der Erde) und gründlichem Einschlämmen wachsen Ihre Rosenstöcke sicher an. Alles, was Sie für die erfolgreiche Pflanzung und Pflege benötigen – von nährstoffreicher Rosenerde über robuste Spaten bis hin zu organischem Rosendünger –, finden Sie in Ihrem LANDI Laden und Online-Shop.
Orientieren Sie sich an der Veredelungsstelle: Diese muss etwa 5 cm tief in der Erde liegen. Bei Containerrosen reicht das Topfniveau meist nicht aus – setzen Sie den Ballen daher etwas tiefer als im Topf gewachsen ein.
Bei der Herbstpflanzung sollte kein mineralischer Dünger ins Pflanzloch gegeben werden, um die feinen Wurzeln nicht zu verbrennen. Mischen Sie lediglich eine Handvoll Hornspäne oder Kompost unter die Erde. Die eigentliche Hauptdüngung mit Rosendünger erfolgt erst im darauffolgenden Frühjahr nach dem ersten Austrieb.
Je nach Wuchsform gelten folgende Richtwerte: