Wenn die Tage im September spürbar kürzer werden und die sommerliche Blütenpracht im Garten langsam verblasst, macht sich oft ein wenig Wehmut breit. Viele Hausbesitzer blicken dann auf triste Beete oder kahle Pflanzkübel auf der Terrasse. Doch das Ende des Sommers bedeutet keineswegs, dass Sie auf leuchtende Farben im Aussenbereich verzichten müssen. Mit den passenden Pflanzen lässt sich die kühle Jahreszeit wunderbar überbrücken und Sie verwandeln Ihren Aussenbereich mit dem goldenen Zauber des Herbstes. Wer gezielt winterharte Herbstblumen setzt, schafft ein farbenfrohes Paradies, das dem grauen Nebel trotzt.
Der herbstliche Garten wird von vielen unterschätzt. Dabei bietet der feuchte Boden nach den heissen Sommermonaten die besten Bedingungen für Neupflanzungen. Die Erde ist vom Sommer noch tiefgründig aufgewärmt, was das Wurzelwachstum optimal anregt. Zudem sorgen die regelmässigen Regenfälle dafür, dass frisch gesetzte Blumen im Herbst weniger zusätzliche Pflege benötigen. Wer jetzt aktiv wird, legt den Grundstein für ein Blütenmeer, das bis in den Winter hinein Freude bereitet.
Um im Beet Akzente zu setzen, braucht es Pflanzen, die mit den sinkenden Temperaturen im Schweizer Mittelland oder in den Bergen gut zurechtkommen. Es gibt einige Klassiker unter den Herbstblumen, die in keinem Garten fehlen sollten.
Diese robusten Gewächse sind die unbestrittenen Königinnen der späten Saison. Sie bestechen durch eine enorme Vielfalt an Wuchsformen und Farben, die von reinem Weiss über sattes Gelb bis zu tiefem Violett reicht. Sie eignen sich sowohl für das klassische Beet als auch für die dauerhafte Dekoration im Topf neben dem Hauseingang.
Mit ihren sternförmigen Blüten setzen Astern wunderschöne Farbtupfer. Besonders die Kissenastern bleiben kompakt und eignen sich hervorragend für den vorderen Bereich von Rabatten. Sie blühen unermüdlich und gelten als extrem pflegeleicht.
Obwohl Dahlien empfindlich auf starken Frost reagieren, liefern sie bis weit in den Spätherbst hinein grandiose Blütenformen. Ihre grossen Köpfe setzen im Garten unübersehbare Highlights. Vor dem ersten echten Wintereinbruch müssen ihre Knollen jedoch ausgegraben und frostfrei im Keller überwintert werden.
Diese filigranen Stauden lieben halbschattige bis schattige Plätze unter Gehölzen. Ihre zarten, meist weissen oder rosafarbenen Blüten tanzen elegant auf hohen Stielen im herbstlichen Wind und bringen Licht in dunkle Ecken des Grundstücks.
Nicht nur im grossen Beet, sondern auch auf begrenztem Raum lässt sich die spätsaisonale Pracht wunderbar einfangen. Ein herbstlicher Balkonkasten verlangt nach einer geschickten Zusammenstellung der Gewächse.
Die Besenheide und die Schneeheide sind unverzichtbar für die herbstliche Kastenbepflanzung. Sie behalten ihre Farbe auch bei Frost und Schnee und bilden das feste, farbintensive Gerüst für jede Gestaltung auf Balkon und Terrasse.
Die Fetthenne überzeugt mit ihren dicken, fleischigen Blättern und den breiten Blütendolden. Kombiniert mit Strukturpflanzen wie dem Silberblatt oder dem Stacheldrahtgewächs entstehen reizvolle Kontraste, die ganz ohne klassische Blüten auskommen.
Herbst-Alpenveilchen bringen leuchtende Farben in kleine Töpfe. Sie bevorzugen kühle Temperaturen und einen geschützten Standort, an dem sie vor starkem Dauerregen geschützt sind, da ihre Blätter sonst leicht faulen.
Damit die Blumen im Herbst im Gefäss optimal gedeihen, ist eine gute Vorbereitung beim Pflanzen wichtig. Nutzen Sie strapazierfähige Töpfe mit ausreichenden Abzugslöchern für das Wasser.
Folgende Schritte garantieren den Erfolg im Topf:
Mit ein paar einfachen Kniffen sorgen Sie dafür, dass Ihre Neupflanzungen im Garten optimal anwachsen und die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen.
Setzen Sie neue Stauden idealerweise im September oder Oktober in die Erde. Die noch vorhandene Bodenwärme sorgt dafür, dass sich die Wurzeln rasch im Erdreich verankern, bevor der erste tiefe Bodenfrost einsetzt.
Auch wenn die Sonne im Spätjahr nicht mehr die Kraft des Sommers besitzt, benötigen frisch gesetzte Herbstblumen regelmässig Wasser. Giessen Sie an frostfreien Tagen durchdringend, da der herbstliche Wind die Blätter stark austrocknen kann.
Besonders harmonisch wirken herbstliche Rabatten, wenn Sie blühende Pflanzen mit filigranen Ziergräsern wie dem Lampenputzergras oder strukturstarken Beerensträuchern kombinieren. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Texturen fängt das tiefe Licht der Herbstsonne perfekt ein.
Wer vorausschauend gärtnert, nutzt die kühlen Monate, um das nächste Gartenjahr vorzubereiten. Viele spätblühende Sorten sind ausdauernde Stauden, die bei richtiger Handhabung jedes Jahr schöner wiederkommen.
In den höheren Lagen der Schweiz oder im raueren Klima der Alpentäler sollten Sie gezielt extrem frostharte Herbstblumen auswählen. Lokale Sorten sind oft besser an die hiesigen Winterbedingungen angepasst als empfindliche Importware.
Ein leichter Schutz aus Tannenzweigen oder trockenem Laub bewahrt die empfindlichen Wurzelzonen frisch gesetzter Herbstblumen vor starkem Barfrost. Schneiden Sie die verblühten Stauden erst im kommenden Frühjahr zurück, da die alten Triebe einen natürlichen Winterschutz bieten.
Die Pflege der Blumen im Herbst wirft regelmässig praktische Fragen auf. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten für Ihren gärtnerischen Alltag.
Zu den besonders robusten Vertretern gehören Kissenastern, die Schneeheide sowie viele Sorten der Fetthenne. Diese Herbstblumen überstehen den Schweizer Winter im Beet ohne Probleme und treiben im nächsten Jahr wieder kräftig aus.
Der ideale Zeitraum liegt zwischen September und Oktober. Dann ist der Boden noch warm genug für die wichtige Wurzelbildung, und die Pflanzen können sich vor dem Winter optimal etablieren.
Entfernen Sie regelmässig verblühte Teile, um die Bildung neuer Knospen anzuregen. Vermeiden Sie zudem Staunässe im Untertopf, da die Wurzeln bei kühlen Temperaturen sonst schnell zu faulen beginnen.
Ja, Astern und die Fetthenne sind wertvolle späte Nahrungsquellen für Insekten. Diese Herbstblumen bieten wilden Bienen und Schmetterlingen wichtigen Nektar, wenn andere Quellen im Umschwung längst versiegt sind.
Die Gestaltung des Aussenbereichs im Spätjahr bringt frische Energie und vertreibt die herbstliche Tristesse aus Ihrem Garten. Mit der richtigen Auswahl an robusten Gewächsen erstrahlen Beete und Balkonkästen in warmen Tönen. Eine durchdachte Bepflanzung sorgt für Struktur und Farbe bis in die kalten Wintermonate hinein. Hochwertige Pflanzerde, robuste Töpfe, nützliches Werkzeug und eine grosse Auswahl an kräftigen Pflanzen finden Sie in den LANDI Läden in Ihrer Region.
Da die Verdunstung im Herbst deutlich geringer ist als im Sommer, benötigen die Pflanzen weitaus weniger Wasser. Die Erde sollte zwar nie ganz austrocknen, aber giessen Sie immer erst dann, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist, um schädliche Staunässe im Pflanzkübel zu vermeiden. Ja, das ist eine hervorragende Kombination für den herbstlichen Balkonkasten oder das Gartenbeet. Pflanzen Sie die Zwiebeln von Tulpen, Krokussen oder Narzissen einfach als unterste Schicht in die Erde und setzen Sie die Blumen im Herbst direkt darüber. So blüht das Gefäss im nächsten Frühling ohne grossen Aufwand direkt weiter. Nein, in den kühlen Monaten stellen die meisten Pflanzen ihr aktives Wachstum langsam ein. Eine zusätzliche Düngung im Spätherbst würde die Gewächse nur dazu anregen, weiche Triebe zu bilden. Diese neuen Triebe können vor dem Wintereinbruch nicht mehr rechtzeitig ausreifen und würden beim ersten starken Frost sofort erfrieren.FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema "Herbstblumen"
Wie oft muss man Herbstblumen im Topf giessen?
Kann man Frühlingszwiebeln direkt mit den Herbstblumen einpflanzen?
Benötigen Herbstblumen im Spätjahr noch zusätzlichen Dünger?